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Tendoryu Aikido im Aachener Judo Club 1953 e.V.
Ten Do
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 Willkommen

Willkommen auf den Webseiten des Tendoryu Aikido in Aachen.

Wir sind die Aikido-Abteilung des Aachener Judo Club 1953 e.V. und bestehen schon seit mehr als 25 Jahren. Wir richten uns in unserem Training nach Sensei Shimizu Kenji, 8.Dan, Tokio. Er war einer der letzten direkten Schüler von O'Sensei Ueshiba Morihei selbst, dem Begründer des Aikido. In den 70er Jahren gründete Sensei Shimizu seine Stilrichtung Tendoryu Aikido und besucht seit den 80er Jahren regelmäßig Deutschland. In seinen 2 Besuchen pro Jahr hier und desweiteren auch in Belgien und den Niederlanden unterrichtet er uns in Klarheit und Natürlichkeit seines Aikido.

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 AI KI DO

Was ist Aikido? Diese Frage bekommt man oft gestellt, und leider läßt sich die Antwort nicht einfach in Worte fassen. Aikido stellt einen "harmonischen Weg" dar, auf welchem durch grundlegende Prinzipien die Einheit von Atmung, Körper und Geist geübt wird und so zu geistigem und körperlichem Ausgleich führt - in dieser Harmonie liegen viele der Geheimnisse dieser Körper- und Geistes-Schule. So sind hier beispielhaft einige der erwähnten Prinzipien genannt:

Freiheit
Mu Shin, der leere Geist. Nur dort wo auch Platz ist, kann etwas Neues entstehen. Um sich wirklich frei bewegen zu können, muss man sich im Geiste von den Zwängen des Alltags befreien. Frei von Leistungsdruck oder Wettkampfgedanken, kann der Körper fühlen welche Bewegung für ihn natürlich ist, und der Geist ist bereit zu erfahren wohin ihn der Körper führen will und kann.

Harmonie
Ai, die Harmonie. Nicht die Vernichtung von Energie, sondern die komplette Verschmelzung mit dem Gegenüber steht im Vordergrund. Zwei Personen bewegen sich wie eine. Der Angreifer wird aufgenommen und kontrolliert weitergeführt. Nicht der Block, nicht die Kraft und auch nicht Schmerzpunkte sind was Uke führen, sondern die gemeinsame Bewegung. Auf diese Weise wird auch der freie Fall natürlich.

Fluss
Ki, der Geist und die Lebenskraft. Sanft und doch voll lebendiger Kraft fließen die Bewegungen von Nage und Uke zusammen, um wieder etwas Neues zu kreieren.

Kontinuität
Do, der Weg. Kontinuität bedeutet Kraft, sagte einmal Sensei Shimizu. Stetiges Arbeiten an sich selbst birgt die persönlichen Fortschritte. Aikido ist kein Kampfsport, den man für wenige Jahre ausübt, sondern ein Lebensgefühl, welches einen fortan begleitet.

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 Antworten auf ein paar Fragen

Wieso wird hier von Körper- und Geistes-Schule gesprochen?
Dieser Begriff ist für unseren Kulturbereich angemessen. In Asien wird das entscheidende Zentrum in Körpermitte betrachtet – bedingt aus den Wechselwirkungen von Kampfkünsten und Weisheiten. Hierzulande sind wir doch sehr noch auf den Kopf fixiert. Aikido bietet uns die Möglichkeit einen Ausgleich zu schaffen, indem wir uns körperlich wieder mehr zu einer Natürlichkeit hin orientieren und geistig Leere zulassen.

Warum gibt es keinen Wettkampf?
Entgegen Kampfsportarten wird nicht das Ziel im Gewinn über jemand anderen gesucht – was letztendlich nicht mehr ist als das Streben nach dem Nicht-Verlieren, Nicht-Unterliegen, Nicht-Besiegt-Werden. Hier im Aikido geht es um das Sich-Gewinnen, welches zu einer Entfaltung von Leben führt – nicht nur des Eigenen.

Wieso funktioniert Aikido trotz Kraftlosigkeit?
Gerade wegen dem Weglassen eigener Kraft werden Bewegungen bewusster, lassen sich Impulse aufnehmen und weiterleiten. Wesentliche Aspekte sind das Ausweichen und Führen aus dem eigenen Zentrum heraus, so lassen sich selbst körperlich überlegene Partner/innen bewältigen. Oft lässt sich die eigene Vorstellung mit Verläufen von fließendem, wellendem Wasser oder beschwingtem, bogenförmigem Zeichnen unterstützen.

Ist Aikido Selbstverteidigung?
Um Aikido physisch zu solchem Zweck bewusst anzuwenden braucht es Jahrzehnte intensiven Trainings. Warum aber überhaupt diese Frage? Woher kommt die Unsicherheit? Hier beginnt Aikido bereits zuvor auf seelischer Ebene zu wirken – Selbstausdruck, Präsenz und Ausgeglichenheit nehmen zu. Somit ist die Antwort: Ja - in gewissem Sinne, eben auf einem anderen Niveau.

Was ist das Besondere an einem Keikō im Aikido?
Ein Keikō ist mehr als ein Einfach-Trainieren. Es werden hierin die Grundlagen zum Budō vermittelt – die Basis zu einer umfassenden Körper- und Geistes-Schule. In den Übungen gibt es zwei wesentliche Schwerpunkte. Einerseits geht es darum sich in Wiederkehrendem neu zu betrachten – den Anfängergeist aufrecht zu erhalten. Und Andererseits in Veränderndem stets Gleiches zu entdecken – die Wirkungskraft von Schlichtheit zu erleben.

Was ist Budō?
Eine Lebensführung nach den Prinzipien der Samurai – altes Zeug? Auch heute spielen diese Werte eine entscheidende Rolle im Zusammenleben: "Aufrichtigkeit, Wirklichkeit", "Menschlichkeit, Nächstenliebe", "Ehrerbietung, Respekt", "Hingebung, Verbindlichkeit", "Integrität, Rechtschaffenheit", "Mut, Tapferkeit" und "Ansehen, Würde". Sensei Shimizu sagt dazu, dass es mindestens 3 Jahre intensiven Trainings erfordert, um an den Anfang des Budō zu gelangen. Das Ziel ist den Weg zu gehen.

Aikido – wieso "Zen in Bewegung"?
"Aus einer natürlichen Haltung – körperlich als auch geistig – offen und freimütig sich auf eine Bewegung einlassen", umschreibt es. Statt, wie im ZaZen in meditierender Haltung den Weg zur Erleuchtung zu suchen, üben wir uns in Bewegungen nahe dem alltäglich bewegten Leben. So beschreiten wir in beständigem Begegnen einen Weg nach innerer Einsicht über das Erschaffen und gemeinsame Erleben von Leere.

Warum sollte ich mich für Aikido entscheiden?
Will ich etwas verändern oder bewirken, dann ist es gut sich selbst bei den Entscheidungen und Umsetzungen zu unterstützen. Dafür sind geistige Klarheit, Präsenz und körperliche Bewegungsfähigkeit wichtig. Auch gerade in Hinsicht auf das Älter-Werden, wenn körperliche Kräfte nachlassen und Beweglichkeit eingeschränkter wird, kommt es darauf an diese Tendenzen ganz natürlich aufzunehmen.

Für welche Altersgruppen ist Aikido geeignet?
Fast für jede Altergruppe – Ansatzpunkte in Bezug auf die geistige Entwicklung sind: ein Sich-Bewusster-Werden, das Suchen nach Veränderung und Individualität, ein Streben nach persönlicher Entfaltung und das Hinterfragen von Aggression und Gewalt. Grundlegende Voraussetzungen in Hinblick auf körperliches Vermögen sind: "Einfaches" Gehen, sich auf den Boden setzen und wieder aufstehen, Hände über den Kopf heben und die eigene Wirbelsäule am oberen Rand der Schulterblätter berühren können.

 


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